Besinnliches

Wenn's wieder losgeht...

von Lorenz Rösch

September – Ferienende – rentrée – der Alltag hat uns (bald) wieder.
Dichte Tagespläne mit vielerlei Aufgaben, Vorhaben, Erwartungen.
Anspannung, Hetze oder Druck stehen als Begleiter wieder bereit.

Von Jesus heißt es: „Die Menschen suchten ihn;
und sie kamen zu ihm und wollten ihn festhalten,
damit er nicht von ihnen wegginge.
Er aber sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten
das Evangelium vom Reich Gottes verkünden;
denn dazu bin ich gesandt worden.“
(Lk 4,42b-43 /Tageslesung vom 6. September / Mi. 22. Woche)

Jesus weiß sich einem Einzigen verpflichtet: Dem, der ihn gesandt hat.
Und der hat ihm eine einzige Aufgabe übertragen: Freudenbote zu sein,
mit seiner ganzen Person das Evangelium ringsum bekanntzumachen.

Eine große Aufgabe, die ihn ganz beansprucht und fordert.
Aber von Druck oder Überforderung spüren wir bei ihm nichts.
Wo Druck ist, geht aus von den Menschen
mit ihren sehr menschlichen Erwartungen und Begehrlichkeiten.
Druck kommt genauso von einem überhöhten Selbstbild,
von dem Wunsch, es allen recht zu machen.

Jesus hält sich seine Sendung gegenwärtig
und den Vater, der ihn sendet und ausrüstet.
Er lässt sich von dessen Geist leiten und zeigen,
was im jeweiligen Moment das einzig Wichtige ist.
So findet er das rechte Maß zwischen hingebungsvollem Dienst
und Freiraum schaffender Distanz.
Und genau so bringt er durch seine Person zur Geltung,
was es heißt, dieser seiner Botschaft zu trauen:
Das Reich Gottes ist – auch dir – nahe.